Betriebe

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Ablauf des Aufnahmeverfahrens

Ein Berater / eine Beraterin analysiert gemeinsam mit dem Betrieb den klimarelevanten Ist-Zustand und definiert zukünftige Klimaschutz-Maßnahmen.
 

1. Klimacheck im Betrieb

Der Berater / die Beraterin analysiert gemeinsam mit dem Betrieb zunächst den klimarelevanten Ist‐Zustand des Betriebes.

Voraussetzung für jede Verbesserungsmaßnahme ist die Kenntnis der aktuellen Situation, des aktuellen Energieverbrauchs. Betrachtet wird dabei neben dem Bereich der Gebäude und Anlagen auch der Energieverbrauch durch den vom Betrieb verursachten Verkehr. Aus diesen Daten errechnet der Berater / die Beraterin die vom Betrieb verursachten CO2‐Emissionen und erstellt eine Energie‐ und CO2‐Bilanz des Unternehmens.

Zusätzlich wird die gängige Praxis – sofern klimarelevant ‐ in den Bereichen Beschaffung, Verpflegung, interne Organisation, Abfall, Kommunikation und Soziales erhoben.

Beispiele aus dem Bereich Energie / Verkehr:

  • Verbrauch von Heizöl, Brennholz oder sonstigen Energieträgern; Stromverbrauch
  • Bereitstellung von Energie durch Solaranlagen, Photovoltaik etc.
  • Energiebuchhaltung
  • Verbrauch von Diesel, Benzin etc. für Dienstfahrten
  • Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel

Beispiele aus dem Bereich Beschaffung:

  • Berücksichtigung anerkannter Labels (Bsp. Umweltzeichen, blauer Umweltengel etc.) beim Einkauf von Büromaterialien
  • Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei allfälligen Ausschreibungen

Beispiele aus dem Bereich Verpflegung:

  • Einkauf von Produkten unter Berücksichtigung von Regionalität, Saisonalität, Fairem Handel, Bio‐Produktion
  • Verfügbarkeit von Trinkwasser, Verzicht auf Alu‐Dosen etc.

Beispiele aus dem Bereich Kommunikation, Soziales:

  • Aktive Schulung der MitarbeiterInnen in Bezug auf Abfalltrennung, Umgang mit Ressourcen
  • Klimafreundliche Planung von Betriebsausflügen
  • Unterstützung von Hilfsprojekten

Ausgehend vom Ist‐Zustand des Betriebes erfolgt als nächster Schritt eine professionelle
Schwachstellenanalyse. Daraus abgeleitet, werden Optimierungsmaßnahmen aufgezeigt, welche als Basis für die Klimaschutzziele des Betriebes dienen.


2. Klimaschutzziele freiwillig vereinbaren

Gemeinsam mit dem Betrieb wird definiert, welche zukünftigen Klimaschutz‐Maßnahmen zur Unternehmensstrategie passen und allgemein umsetzbar sind. Es werden individuelle Klimaschutzziele für die nächsten Jahre festgelegt.


3. Auszeichnung als Klimabündnis‐Betrieb

Den feierlichen Abschluss der Aufnahme ins Klimabündnis bildet die öffentlichkeitswirksame Auszeichnungsveranstaltung.

Nach Unterzeichnung der Beitrittserklärung ist der Betrieb berechtigt, sich als „Klimabündnis‐Betrieb“ zu bezeichnen und das Logo zu verwenden. Das Zertifizierungsverfahren ist damit abgeschlossen.


4. Umsetzung und Erfolgskontrolle

Die Umsetzung der Maßnahmen wird durch den Betrieb selbständig durchgeführt. Bei Bedarf erfolgt eine Begleitung durch den/die KlimabündnisberaterIn, der/die auch die Möglichkeiten von Förderungen für die Maßnahmen aufzeigt. Eine externe Evaluierung erfolgt nach 2 bzw. 5 Jahren. Bei Erreichen der Umsetzungsziele erfolgt die Verlängerung der Auszeichnung als Klimabündnis‐Betrieb.

Werden keine Maßnahmen zur Verbesserung der Klimabilanz und Nachhaltigkeit umgesetzt verfällt die Klimabündnis‐Mitgliedschaft automatisch nach Ablauf von 7 Jahren.

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