Das AufBauWerk Volders wird Klimabündnis-Betrieb

Das AufBauWerk macht Jugendliche mit Förderbedarf fit für den Arbeitsmarkt. Gemeinsam mit dem Klimabündnis Tirol hat der Standort in Volders einen KlimaCheck durchlaufen und möchte in Zukunft noch mehr für den Klimaschutz tun.

© AufBauWerk Volders

Das AufBauWerk hilft jungen Menschen mit Förderbedarf dabei, fit für den Arbeitsmarkt zu werden. Die Ausbildungsfelder der Jugendlichen am biologisch bewirtschafteten Lachhof sind sehr vielfältig und reichen vom Bio-Gartenbau und dem Füttern der Rinder, Schweine und Hühner bis hin zu Service und Küche. Von Montag bis Freitag werden derzeit 26 Jugendliche betreut, die teilweise auch auf dem Hof wohnen.

Umwelt- und Klimafragen sind für uns auf dem Lachhof sehr wichtig. So bauen wir Gemüse an und produzieren unser Fleisch auch teilweise selbst, geheizt wird mit Holzpellets. Der KlimaCheck von Klimabündnis Tirol hat unsere Sensibilität für andere Bereiche, wie zum Beispiel Energiesparpotenziale, erhöht“, berichtet Stephan Beiser, Leiter des Job Training am Standort Volders.

Gruppenbild
© Klimabündnis Tirol

Seit kurzem Klimabündnis-Betrieb: Die Jugendlichen am Lachhof Volders (von links) Marielen Schmidt, Hashem Josef, Friedericke Gstrein, Matteo Wurdinger, Emil Winkler, Lukas Klocker, und Suna B. Wein freuen sich mit Patricia Erler von Klimabündnis Tirol, dem Leiter des Job Training Lachhof Stephan Beiser und Andrä Stigger, Geschäftsführer von Klimabündnis Tirol, über das neue Mitglied im Netzwerk.

Von gesunden Lebensmitteln bis Wiederaufforstung

Am Lachhof wird Nachhaltigkeit aus voller Überzeugung gelebt. Die Jugendlichen lernen durch ihre Arbeit auf dem Bauernhof den Bezug zu gesunden und biologisch angebauten Lebensmitteln kennen. Der Beitritt zum Klimabündnis-Netzwerk hat auch den Mitarbeiter:innen am Lachhof weitere Möglichkeiten aufgezeigt. Im Klimaschutz-Fahrplan für die kommenden Jahre ist eine Optimierung der Lüftungs- und Heizungsanlagen geplant. Durch Projekte, wie die Wiederaufforstung von Wäldern oder die gezielte Düngung von Wiesen, will der Lachhof den Humusaufbau fördern und so klimaschädliches CO2 in den Bäumen und im Boden binden.

© AufBauWerk Volders

Das Klimabündnis Tirol unterstützt Unternehmen mit einem KlimaCheck. Geprüft werden die Bereiche Energie, Mobilität, Abfall, Beschaffung, Verpflegung, Wasser, Boden und Kommunikation. Wo kann der Betrieb Energie oder Wasser einsparen? Wie regional, saisonal oder biologisch ist das Angebot? Welches Druckerpapier wird verwendet? Der Check bietet die ideale Einstiegsmöglichkeit für alle Unternehmen, die einen nachhaltigen Weg gehen wollen. Im Anschluss werden mit dem Team von Klimabündnis Tirol Klimaziele für die kommenden Jahre erarbeitet.

„Schon kleine Änderungen im Betrieb können Großes bewirken“, ist Andrä Stigger, Geschäftsführer von Klimabündnis Tirol überzeugt. „Wenn alle an einem Strang ziehen, können wir das gemeinsame Ziel der Energieautonomie Tirol 2050 erreichen.“ Über 1.200 Betriebe haben sich österreichweit bereits der Klimabündnis-Idee verschrieben.

Über Klimabündnis Tirol

Beim Klimabündnis wird das Credo „Global denken, lokal handeln“ wörtlich genommen. Eine globale Partnerschaft verbindet lokale AkteurInnen – wie Gemeinden, Betriebe oder Schulen – mit Organisationen im Amazonas-Gebiet in Brasilien. Gemeinsames Ziel der solidarischen Partnerschaft ist der Erhalt des Regenwaldes und der Rechte indigener Menschen. Gleichzeitig setzt sich das Klimabündnis für einen klimafreundlichen Lebensstil in Tirol ein. „Es braucht ein globales Netzwerk um der Klimakrise – der Herausforderung des 21. Jahrhunderts entgegenzutreten“, sagt Andrä Stigger.

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