Früh übt sich, wer Klimaschutz-Profi werden will

Mit dem Klimaschutz kann man nicht früh genug beginnen: Der Kindergarten Endach setzt nun verstärkt auf Umweltbildung. Auch die Landesmusikschule Kufstein geht mit gutem Beispiel voran. Beide haben den Klimacheck gemacht und sind nun Mitglieder bei Klimabündnis Tirol.

Fünf Personen der Stadt Kufstein und von Klimabündnis Tirol
Nachhaltigkeitsbeauftragte Natalie Ismaiel, Renate Doppelbauer (Klimabündnis Tirol), Kindergartenleiterin Lena Lechner, StR Stefan Hohenauer und Andrä Stigger (Klimabündnis Tirol). Foto: Stadtmarketing Kufstein

Die Stadt Kufstein treibt den Klimaschutz voran und hat im Frühjahr 2021 beschlossen, zusammen mit dem Klimabündnis und Energie Tirol einen Klimacheck bei zwei Gemeindebetrieben durchzuführen: dem Kindergarten Endach und der Landesmusikschule. Der Klimacheck unterstützt Unternehmen, Kindergärten, Schulen und Gemeinden mit einer ganzheitlichen Analyse:

Wo kann der Betrieb Energie einsparen, Abfall vermeiden und weniger Wasser verbrauchen? Gibt es vor der Schule genügend Fahrradabstellplätze? Können Lebensmittel in der Gemeinde regionaler eingekauft werden? Gemeinsam werden dann Ziele definiert und Strategien entwickelt, um den jeweiligen Betrieb klimafitter zu machen.

Garten des Kindergarten Endach in Kufstein.
Der Kindergarten Endach. Foto: Stadtmarketing Kufstein

Klimaschutz beginnt bei den Kleinsten

Das Thema Umwelt wird im Kindergarten Endach bereits großgeschrieben. Die Kinder verbringen viel Zeit im Freien, Naturkunde ist ein wichtiger Teil der Bildungsarbeit. Es gibt Kräuter- und Gemüsebeete im Garten, der Abfall im Gebäude wird sorgfältig getrennt. Das Toilettenpapier besteht zu 100 % aus recycelten Materialien und die Jause wird so weit wie möglich aus regionalen, saisonalen und biologischen Zutaten zubereitet.

In Folge des Klimachecks möchte Lena Lechner, Leiterin des Kindergartens, in Zukunft noch mehr Fokus auf das Mobilitätsverhalten legen. Eltern mit ihren Kindern, aber auch das Team selbst, sollen vermehrt klimafreundlich anreisen. Das zeigt eine Mobilitätsanalyse, die im Zuge des Klimachecks gemacht wurde.

Fünf Personen der Musikschule Kufstein und von Klimabündnis Tirol
v.l.n.r. Renate Doppelbauer und Andrä Stigger (Klimabündnis Tirol), Musikschulleiter Bahram Pietsch, Umweltreferent StR Stefan Hohenauer und Nachhaltigkeitsbeauftragte der Stadt Kufstein Natalie Ismaiel, Foto: Standortmarketing Kufstein

Nachhaltige Musikschule

Auch die Landesmusikschule Kufstein und Umgebung ist sich ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst. Der Betrieb ist bereits ans Fernwärmenetz Kufstein angeschlossen und Strom wird zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen bezogen. Gemeinsam mit der Organisation KUUSK (Regionalmanagement Kufstein u.U, Untere Schranke und Kaiserwinkel) arbeitet die Musikschule an besseren Busverbindungen.

„Für uns ist die Mitgliedschaft beim Klimabündnis eine Möglichkeit, als Vorbild zu wirken, im eigenen kleinen Einflussbereich Dinge umzusetzen und selbst etwas gegen die Klimakrise zu tun”, so Direktor Bahram Pietsch. Geplant sind unter anderem eine Mobilitätsanalyse der Schüler:innen, Bewegungsmelder am Gang und ein Abfalltrennsystem im ganzen Haus. Die Möglichkeit einer Solaranlage am Dach soll geprüft und der Veranstaltungssaal als Green Location zertifiziert werden.

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