Vom Amazonas nach Tirol

Nachschau: Klimabündnis Projektpartnerinnen vom Rio Negro zu Besuch in Tirol

9 Menschen vor buntem Bild
Foto: Bär_IBK

Seit 1993 besteht eine Partnerschaft zwischen dem Klimabündnis Österreich und den Organisationen FOIRN und ISA am Rio Negro im brasilianischen Amazonas. Dadurch sollen indigene Rechte gestärkt und Regenwald geschützt werden. Im Oktober waren zwei Vertreterinnen unserer Partnerorganisationen zu Besuch in Tirol. Aus erster Hand haben sie über die politischen und ökologischen Herausforderungen, denen das Amazonasgebiet und die darin lebenden indigenen Gemeinschaften ausgesetzt sind, berichtet.

Unsere Projektpartnerinnen zu Besuch in Tirol

Janete Figueredo Alves, Vertreterin der indigenen Organisation FOIRN und Natalia Camps Pimenta, Biologin und Vertreterin der Umweltorganisation ISA waren von 8.-12.Oktober im Rahmen ihrer österreichweiten Delegationsreise zu Besuch in Tirol.

Bei Gemeindebesuchen, Betriebsführungen und einer Podiumsdiskussion kam es zum Austausch über politische und ökologische Herausforderungen im Amazonasgebiet und klimarelevante Themen in Tirol. Dabei wurde klar: Nicht nur die Gemeinden am Amazonas profitieren von der Klimabündnis Partnerschaft. Auch wir können im Umgang mit der Umwelt einiges von indigenen Menschen lernen, besagt doch deren Weltanschauung, dass ein gutes Zusammenleben nie auf Kosten anderer oder der Natur beruhen kann: „Die Natur ist unser aller Lebensgrundlage. Der Wald und der Fluss liefern uns Nahrung. Wir müssen diese Geschenke wertschätzen, nur so viel davon nehmen, wie wir wirklich benötigen“, erklärte Janete Figueredo Alves. Durch ihre nachhaltige Landnutzung leisten Indigene einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Regenwälder. Dabei sind sie jedoch der Bedrohung durch illegale wirtschaftliche Aktivitäten in ihren Gebieten, wie zum Beispiel Bergbau, ausgesetzt. 

Programmpunkte des Delegationsbesuches:

  • Wanderung mit Doppelplus Berater:innen
  • Klimabündnis - Beitrittsfeier des Hortes Mieders und Austausch mit den Hortkindern
  • Gemeinsames Mittagessen mit Bürgermeistern aus dem Stubaital
  • Podiumsdiskussion über die Projektpartnerschaft
  • Klimabündnis - Beitrittsfeier der Stadt Innsbruck und Austausch mit Georg Willi, Uschi Schwarzl und Ingrid Felipe
  • Betriebsführung bei den Innsbrucker "Glückspilzen"

Der Besuch wurde von der Rio Negro Partnerschafts-Projektleiterin Kerstin Plass und Sonja Gamper vom Klimabündnis Tirol koordiniert und durch die österreichische Entwicklungszusammenarbeit gefördert.

Hier geht´s zum Fotoalbum der Delegationsreise.

Boote am Flussstrand
Foto: Kerstin Plass

Langjährige Partnerschaft 

Durch die Partnerschaft des Klimabündnis mit der FOIRN, dem Dachverband der indigenen Organisationen am Rio Negro in Brasilien, sowie der ISA (Umweltinstitut), schützen Klimabündnis-Gemeinden mit ihrem Mitgliedsbeitrag den Regenwald und fördern die Selbst- und Mitbestimmungsrechte indigener Menschen. FOIRN und ISA haben es damit geschafft, ein Regenwald-Gebiet zu schützen, das eineinhalbmal so groß ist wie Österreich.

Mehr Infos zur Rio Negro Partnerschaft gibt es hier.

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