Hunger.Macht.Profite.9 – Filmtage zum Recht auf Nahrung

Von 28. - 30. November kommen die Filmtage Hunger.Macht.Profite nach Tirol. Das Klimabündnis Tirol ist beim Filmgespräch "Kein Fluss und kein Meer" am 28.11. in der Bäckerei Kulturbackstube in Innsbruck mit dabei.

Werbebanner zu Hunger Macht Profite, Menschen stehen und arbeiten vor einem Traktor

Zum neunten Mal zeigen FIAN Österreich, normale.at, ÖBV-Via Campesina Austria und AgrarAttac mit Hilfe kritischer Dokumentarfilme globale Zusammenhänge der Agrar- und Lebensmittelproduktion auf: Was hat Ketchup mit Arbeitsrechten zu tun? Warum wird Palmöl zu Treibstoff? Und wie sieht die kleinbäuerliche Landwirtschaft von morgen aus?

Das globale Ernährungssystem befindet sich in einer tiefgreifenden Krise, aber es gibt Möglichkeiten aktiv zu werden. In den anschließenden Filmgesprächen werden eingeladene Impulsgeber*innen lokale Initiativen vorstellen und wir werden gemeinsam mit Expert*innen über unsere Handlungsoptionen diskutieren.
 

Mi, 28. Nov. 2018, 19:00 Uhr
Innsbruck, Die Bäckerei Kulturbackstube

Die wunderschöne Insel Ilha de Maré im brasilianischen Bundesstaat Bahia war einst ein wertvolles, seltenes Habitat voller Leben. Jetzt wird das kleine Paradies von der Erdöl-Industrie bedroht. Gewässer sind verschmutzt, Fische und Muscheln sterben. Lokale Fischer*innen verlieren ihre Lebensgrundlage. Eliete Paraguaçu und Marizelia Carlos Lopes, zwei kämpferische Frauen aus der Fischergemeinschaft, setzen sich gegen die umweltschädliche Industrie und die laschen Regierungsbehörden zur Wehr. Zusammen mit Marcos Brandão, dem Anwalt der Fischer-Gewerkschaft, ergreifen sie die Initiative zum Protest gegen die Macht der Öl-Konzerne.
 

Do. 29. Nov. 2018, 17:50 Uhr
Innsbruck, Leokino

Tomatensauce - wer denkt da nicht an die italienische Mama, die aus sonnengereiften aromatischen Tomaten eine Sauce nach altem Familienrezept zaubert? Weit gefehlt: China gehört zu den größten Industrietomatenproduzenten und Herstellern von Tomatenpüree. Es wird als Handelsware wie Weizen, Reis und Erdöl, weltweit verschifft und von Großkonzernen wie Heinz, Nestlé und Unilever aufbereitet. Wie und von wem werden die industriell verarbeiteten Früchte angebaut und geerntet? Der Film besucht Tomatenmarkfabriken in China, Kalifornien, Italien und Afrika und zeigt schonungslos die komplexen Zusammenhänge des global en Kapitalismus mit all seinen Konsequenzen. Am Ende bleibt der bittere Geschmack der Ausbeutung und des Profits. Eine Reise in die Welt der Tomatenindustrie.
 

Fr. 30. Nov. 2018, 20:00 Uhr
Stumm, Theatersaal im Hotel Tipotsch

In Äthiopien verpachtet die Regierung Millionen Hektar angeblich ungenutzten Landes an ausländische Investoren in der Hoffnung auf Exporteinnahmen. Aber der Traum vom Wohlstand hat eine dunkle Seite: Massive Umweltzerstörung und eine der größten Zwangsvertreibungen der modernen Geschichte, zerstört die Existenzen von Kleinbäuerinnen und -bauern. Politische Unterdrückung sorgt für eine Spirale der Gewalt. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, treffen die Filmemacher*innen Investoren und Entwicklungshelfer*innen, sprechen mit Umweltaktivist*innen, begleiten verfolgte Journalist*innen und enteignete Bäuerinnen und Bauern. Der Dokumentarfilm entwickelt sich schnell zu einem Thriller, der aus den entlegensten Winkeln Äthiopiens über die globalen Finanzmetropolen letztendlich wieder zu uns nach Europa zurückführt.

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