Mitglied des Monats: ummadum

Durch Digitalisierung zur Mobilitätswende: ummadum ist unser Mitglied es Monats. Wir haben René Schader, Geschäftsführer des Klimabündnis-Betriebs, 7 Fragen gestellt:

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Hallo René! Kannst du die Idee von ummadum in drei Sätzen erklären?

Gerne. Wir verbinden Fahrgemeinschaften mit einem Punktesystem. Wer gemeinsam fährt, kann über die ummdum-App Punkte sammeln und diese dann im lokalen Einzelhandel einlösen. Damit wollen wir alle in der Region stärken – (Mit-)Fahrer, Gemeinden, Unternehmen und den regionalen Handel.

ummadum Geschäftsführer René Schader, Foto: Victor Malyshev
ummadum Geschäftsführer René Schader, Foto: Victor Malyshev

Was ist der Mehrwert für den Einzelhandel?

In der Corona-Krise haben wir gemerkt, wie verwundbar der regionale Handel ist. Mit ummadum ermöglichen wir genau solchen kleinen, regionalen Betrieben am digitalen Leben teilzunehmen und verhindern den Kaufkraftabfluss hin zu den Internet Riesen.

Wie wird euer Angebot angenommen?

Gut. Mitfahrbörsen gibt es schon lange, aber unser Belohnungssystem mit den Shopping-Punkten ist neu. Die Nachfrage ist groß. Auch von Unternehmen, die sich im Klimaschutz engagieren wollen. Immerhin spart jede Fahrgemeinschaft CO2 ein und leistet einen Beitrag zur Verkehrsberuhigung.

Wie siehst du das Thema Mobilität in Tirol?

Im Vergleich zu anderen Bundesländern sehr positiv: Wir haben einen sehr gut ausgebauten und leistbaren öffentlichen Verkehr. Aufholbedarf gibt es bei der sogenannten letzten Meile, also: „Wir komme ich vom Bahnhof oder der Haltestelle zu meiner Destination?“ Da sehe ich die die perfekte Ergänzung durch ummadum.

Zwei Personen im Auto mit Handy-App
Foto: ummadum

Ihr seid seit Kurzem Klimabündnis Betrieb – welche Ziele habt ihr euch gesetzt?

An unseren Standorten in Wattens und Wien möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen: Vom nachhaltigen Büroeinkauf, über Mülltrennung bis hin zur Strom- und Wärmeversorgung. Die größte Chance sehe ich in der Bewusstseinsbildung unserer Mitarbeiter – in unserem Unternehmen können sie Nachhaltigkeit jeden Tag leben und erleben.

Wie geht ihr mit der Krise um?

Leider macht die Krise auch vor uns nicht halt. Fahrgemeinschaften waren in Quarantäne-Zeiten schlichtweg nicht denkbar. Wir haben deshalb umgesattelt und ein spezielles Angebot für Nachbarschaftshilfe über unsere App angeboten. Wir merken aber auch, dass wir mit unserer Geschäftsidee in die richtige Richtung gedacht haben: Digitalisierung, Regionalität und nachhaltige Mobilität sind die Themen der Zukunft.

Was wünschst du dir für die Zeit nach Corona?

Für die Mobilitätswende braucht es ein klares, parteiübergreifendes Commitment. Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Das Auto zu verteufeln hilft nichts, aber es muss sinnvoll eingesetzt werden. Das Thema CO2 ist – auch wirtschaftlich – nicht mehr wegzudenken. Die, die jetzt reagieren werden gestärkt aus der Krise hervorgehen. Die, die sich zu lange Zeit lassen, werden – im wahrsten Sinne des Wortes – unter die Räder kommen.

Danke für das Gespräch!


René Schader beschäftigt sich seit vielen Jahren mit umweltfreundlichen Mobilitätskonzepten. Zuerst als Manager der Klima- und Energie-Modellregion Osttirol und dann im Rahmen von „So fährt Tirol2050“. Seit 2019 ist er Geschäftsführer von ummadum.

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