Handelsakademie Innsbruck: Ein Statement für den Klimaschutz

Das Gastkommentar zum "Mitglied es Monats" stammt von Irina Kofler aus der Klimabündnis-Schule HAK Innsbruck und ist eine flammende Rede für einen Richtungswechsel in unseren Köpfen.

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Zum Jahreswechsel übergeben wir das Wort an die Generation, auf die es ankommt: Kinder und Jugendliche gestalten unsere Zukunft. Und im Fall der BHAK/BHAS Innsbruck mit viel Engagement für den Klimaschutz.

Die Schule ist im vergangenen Jahr dem Klimabündnis-Netzwerk beigetreten und setzt Schwerpunkte im Bereich umweltfreundliche Mobilität.

Im Oktober waren mehrere Klassen der Handelsakademie beim Online Kongress "Nachhaltigkeit im Fokus" der ÖKO FAIR Messe dabei. Inspiriert durch spannende Inputs von ExpertInnen entstand der nachfolgende Text von Irina Kofler der 3A. Ein Aufruf für einen umsichtigen Umgang miteinander und mit unserem Planeten:

Die 3A Klasse der Handelsakademie, Foto: HAK Innsbruck
Die 3A Klasse der HAK Innsbruck, Foto: HAK Innsbruck

Und die Uhr schlägt zur vollen Stunde

Jeder einzelne muss einsehen, dass es nicht mehr zwei vor zwölf ist, sondern die Uhr schon lange zur vollen Stunde geschlagen hat. Zurückdrehen ist ausgeschlossen, Geschehenes ungeschehen machen unmöglich. Es ist nicht zwei vor zwölf, die Uhr hat schon lange zur vollen Stunde geschlagen.

Alle Generationen und Zeitalter sind für irgendetwas Spezielles bekannt. Die 60er mit ihrer Flowerpower, Liebe, Peace und natürlich ihren Drogen. Schlaghosen der 70er und das Umdenken aufgrund der Ölkrise. „Feed the World“ hieß es in den 80ern und zu guter Letzt fiel auch noch die Berliner Mauer. Die 90s Babys erlebten das Ende des Kalten Krieges mit und auch den Zerfall der Sowjetunion.

Nun sitzen wir hier. Eine neue Generation und schon jetzt wissen wir alle, wovon man in ein paar Jahren reden wird. Corona. Aber ist das wirklich das Einzige, an das man sich erinnern soll? Ich fände das mehr als traurig. Wir als eine Generation sind so viel mehr!

Lasst uns die Generation sein, die endlich wirklich etwas verändert! Lasst uns endlich aufhören unsere Welt, unseren Lebensraum zu verschmutzen, ihm zu schaden und ihn letztendlich komplett zu zerstören. Wie lange wird es brauchen, bis wir endlich begreifen, dass unsere Ressourcen und unsere Zeit auf diesem Planet begrenzt sind? Wie lange wird es brauchen, bis wir endlich begreifen, dass wir selbst die Veränderung sein müssen?

Irina Kofler aus der HAK Innsbruck
Irina Kofler aus der HAK Innsbruck ruft zu einem achtsamen Lebensstil auf. Foto: privat

Um die Erde selbst mach ich mir nicht mal Sorgen, kein bisschen. Die wird’s überleben. Nur wir nicht. Die Erde wird sich, egal wie sehr wir sie ausbeuten, wieder erholen. Ohne uns halt.

Lasst uns die Generation sein, die endlich wirklich etwas verändert! Lasst uns endlich aufhören, unsere Welt, unseren Lebensraum zu verschmutzen, ihm zu schaden und letztendlich komplett zu zerstören. Wie lange wird es brauchen bis wir endlich begreifen, dass unsere Ressourcen und unsere Zeit auf diesem Planeten begrenzt sind? Wie lange wird es brauchen, bis wir endlich begreifen, dass wir selbst die Veränderung sein müssen?

Wie kann es sein, dass Männer, Frauen, Kinder immer noch an Hungertod sterben, während die Supermärkte bei uns täglich noch gutes Essen entsorgen, weil es uns nicht schön genug ist. Schön. Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Sagt man zumindest. Aber was „man“ sagt, sieht unsere Gesellschaft ganz anderes. Groß, schlank, fast schon dürr, immer lächelnd und nickend soll die Frau nach wie vor sein, selbstständig, aber trotzdem untergeordnet. Wer als Junge Nagellack trägt ist schwul, an ein Kleid ist gar nicht zu denken. Die Welt braucht „männliche Männer“. Wie soll unsere Gesellschaft denn sonst funktionieren? Wie sollen die Reichsten denn sonst Profit aus unseren Unsicherheiten schlagen?

Lasst uns die Generation sein, die endlich wirklich etwas verändert! Lasst uns endlich aufhören, unsere Welt, unseren Lebensraum zu verschmutzen, ihm zu schaden und ihn letztendlich komplett zu zerstören. Wie lange wird es brauchen bis wir endlich begreifen, dass unsere Ressourcen und unsere Zeit auf diesem Planeten begrenzt sind? Wie lange wird es brauchen, bis wir endlich begreifen, dass wir selbst die Veränderung sein müssen?

Jeder einzelne muss einsehen, dass es nicht mehr zwei vor zwölf ist, sondern die Uhr schon lange zur vollen Stunde geschlagen hat. Zurückdrehen ist ausgeschlossen, Geschehenes ungeschehen machen unmöglich. Es ist nicht zwei vor zwölf, die Uhr hat schon lange zur vollen Stunde geschlagen.

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