Die Pfarren Saggen in Innsbruck und Hl. Familie in Lienz treten dem Klimabündnis bei

Bereits 2018 folgte die Diözese Innsbruck dem Aufruf des Papsts Franziskus, die Schöpfungsverantwortung ernst zu nehmen, indem sie ihre Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlichte und dem Klimabündnis Tirol beitrat. Diesem Beispiel folgen nun auch Pfarren in Innsbruck und Lienz: Die Pfarre Saggen und die Pfarre Heilige Familie haben einen KlimaCheck mit dem Klimabündnis Tirol absolviert und wurden nun offiziell im Netzwerk begrüßt.

Kreuz bei Morgenröte
Foto: Aaron Burden/unsplash.com

Ganzheitlicher KlimaCheck

Teil des Aufnahmeprozesses zur Klimabündnis-Pfarre ist ein ganzheitlicher KlimaCheck: Von Energie und Mobilität bis hin zu Beschaffung und Abfall.

Das Ergebnis zeigt: Für ein nachhaltiges Pfarrgebäude und eine klimabewusste Gemeinde ist schon einiges ins Rollen gebracht worden, aber viel ist auch noch zu tun.

Nach dem KlimaCheck wird ein Klima-Fahrplan für die nächsten Jahre festgelegt. Neben den Umstellungen im Gebäude ist auch die Bewusstseinsbildung sehr wichtig. Pfarren können dies bei gemeinsamen Festen und Gottesdiensten umsetzen.

Folgende Pfarren sind schon länger beim Klimabündnis Tirol:

(von links) MinistrantInnen, Pfarrer Siegmund Bichler, Pastorin Anke Wolff-Steger, Klimabeauftragter der Pfarre Gerald Altenweisl, Klimabeauftragte der Stadt Lienz Gerlinde Kieberl.
PfarreHlFamilie_2021_Presse | Fotorecht: © Pfarre Hl. Familie

(von links) Ministrant:innen, Pfarrer Siegmund Bichler, Pastorin Anke Wolff-Steger, Klimabeauftragter der Pfarre Gerald Altenweisl, Klimabeauftragte der Stadt Lienz Gerlinde Kieberl

Aus alt wird neu in der Pfarre Hl. Familie

Upcycling – also die Verwendung von gebrauchten Materialien für neue Zwecke – ist eines von vielen Themen, das die Pfarre Heilige Familie in Lienz im Rahmen der Klimabündnis-Mitgliedschaft aufgreifen möchte:

  • Upcycling-Workshops mit der Jungschar
  • Nutzung von Altstoffen für die Dekoration der Kirche

Im Außenbereich steht der Boden im Fokus der Klimaziele:

  • ein Insektenhotel,
  • eine Blumenwiese
  • und eine Erdbeer-Naschhecke für Kinder

Die Installation einer Ladestation für E-Bikes soll eine klimafreunliche Anreise erleichtern. Versorgt werden kann die Ladestation mit dem hauseigenen Strom.

Die Pfarre in Lienz war die erste in der Diözese mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.

Nun steht die Wärmedämmung des Pfarrhauses und die Sanierung des Kindergartens an.

(von links) Karl Nöbl sen. (Pfarrgemeinderatsobmann), Doris Stadlmair (Pastoralassistentin), Pfarrer Sylvain Mukulu Mbangi, Karl Nöbl jun. (Klimaschutzkoordinator der Pfarre), Andrä Stigger (Geschäftsführer Klimabündnis Tirol
PfarreSaggen_2021_Presse | Fotorecht: © Pfarre Saggen

(von links) Karl Nöbl sen. (Pfarrgemeinderatsobmann), Doris Stadlmair (Pastoralassistentin), Pfarrer Sylvain Mukulu Mbangi, Karl Nöbl jun. (Klimaschutzkoordinator der Pfarre), Andrä Stigger (Geschäftsführer Klimabündnis Tirol), Bischofsvikar Jakob Bürgler.

Mit dem Rad zur Pfarre Saggen

Neben dem Umstieg auf erneuerbare Energieträger steht das Thema Mobilität auch in der Pfarre Saggen in Innsbruck ganz oben auf der Klima-Agenda.

Als Stadtpfarrkirche ist der Weg zu Fuß oder die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln für alle Besucher:innen problemlos machbar. Außerdem soll der bestehende überdachte Radabstellplatz beim Adi-Karlinger-Haus um Scooter-Plätze erweitert und durch praktische Anlehnbügel aufgewertet werden.

Für Veranstaltungen richtet sich die Pfarre zukünftig nach den Standards von Green Events Tirol:

  • Mehrweggeschirr statt Wegwerf-Produkten,
  • regionale Speisen und Getränken
  • fair gehandelte Produkte

Von Tirol nach Amazonien

Dem Klimabündnis Tirol sind bisher 80 Gemeinden, 47 Bildungseinrichtungen und 52 Betriebe beigetreten. Herzstück des Vereins ist eine globale Partnerschaft zum Schutz des Klimas. Die Partnerschaft verbindet europäische Gemeinden und Institutionen mit Organisationen von indigenen Menschen im Amazonas-Gebiet Brasiliens. Durch diese ideelle, finanzielle und politische Unterstützung konnten die Partner:innen des Klimabündnis bereits ein Gebiet sicherstellen, das anderthalb Mal so groß ist wie Österreich.

Links für die Presse:

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