2020: Was hat uns bewegt?

Die Welt steht still und wir können nun entscheiden die Krise als Chance zu sehen, nicht wie gewohnt weiter zu machen, sondern in nachhaltige Entwicklungen zu investieren und so in die Transformation zu kommen. Das Betriebe-Team von Klimabündnis Tirol wirft einen Blick zurück:

Foto: unsplash.com
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Wir haben 2020 gespürt, dass viele Betriebe – gerade aus dem Tourismusbereich – die frei gewordene Zeit nutzen um sich Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens zu widmen. So hatte das Betriebe-Programm des Klimabündnis Tirol im vergangen Jahr alle Hände voll zu tun: 24 Tiroler Unternehmen wurden im Netzwerk begrüßt, zahlreiche weitere befinden sich in Aufnahme – so viele wie noch nie!

Im Netzwerk begrüßen dürfen wir:

Der Weg in WWW

Das Jahr 2020 war auch ein Jahr der Digitalisierung: Der notwendige Umstieg auf digitale Konferenztools eröffnete riesige Potentiale der CO2-Einsparung bei Dienstreisen. Aber ist Digitalisierung immer nachhaltig? In unserer dreiteiligen Workshopreihe zur nachhaltigen Beschaffung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie beschäftigten wir uns mit Potentialen der Green IT – vom Rohstoff bis zum Ende des Lebenszyklus.

Krisensicher durch Netzwerke

Dieses Jahr wurde klarer als je zuvor, dass wir in Kreisläufen, Netzwerken und globalen Zusammenhängen denken müssen. Das Tiroler Klimaforum mit dem Titel Netz.Werk.Zeug zeigte auf, wie wir mit Hilfe von Netzwerken resilient durch Krisen zu kommen. Ein starkes und krisensicheres Netzwerk wollen wir auch mit unseren Klimabündnis-Betrieben bilden!

Ein schönes Beispiel: Eine Synergie durch das Klimabündnis-Netzwerk ergab sich in der Zusammenarbeit von Lebenshilfe Tirol Arbeit Stubaital und dem Rotem Kreuz Leitstelle Innsbruck Land. Bei einer Diskussion über ihre Klimabündnis-Mitgliedschaft entwickelte sich die Idee, Pakete mit Übungsmaterial für Erste-Hilfe-Kurse nicht mehr in Asien, sondern in einer sozialen Werkstätte der Lebenshilfe Tirol im Stubaital befüllen zu lassen und auf wiederverwendbare Baumwollsackerln statt Plastik umzusteigen.

Nicht zuletzt durch dieses Beispiel ist uns wieder bewusstgeworden: Nachhaltigkeit ist kein Stückwerk. Ein Wandel kann nur gelingen, wenn er auf allen Hierarchieebenen eines Unternehmens gedacht, geplant und gelebt wird. Im komplexen Thema Nachhaltigkeit kann kein Aspekt ausgeklammert werden (chemisch, technisch, biologisch, ökonomisch, politisch, rechtlich, soziologisch, individuell). Lässt sich ein Unternehmen auf einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz ein, birgt dieser Prozess großes Potential für Innovationen.

Foto: Rotes Kreuz Innsbruck Land
Foto: Rotes Kreuz Innsbruck Land

Der Blick nach vorne

Auf EU Ebene gab es dieses Jahr Schritte, die große Herausforderungen an Unternehmen und uns alle als Gemeinschaft stellen werden.

Neben der konsequenten Nutzung regenativer Energien, wird für Unternehmen der einzig zukunftsfähige Weg eine ganzheitliche Kreislaufwirtschaft sein. Dazu werden wir vom Klimabündnis Tirol 2021 ein Service-Paket für Klimabündnis-Betriebe ausarbeiten, das sie befähigt, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Wir freuen uns darauf im Jahr 2021 Visionen und Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und miteinander Fortschritte zu feiern, damit wir Silvester 2021 wieder sagen können: Was für ein Jahr!

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