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Interview mit Franz Jenewein vom Bildungsinstitut Grillhof: „Klimaschutz ist Teamwork“

Franz Jenewein, Leiter des Grillhof in Vill bei Innsbruck, berichtet im Interview von den ehrgeizigen Nachhaltigkeitsbemühungen seines Bildungshauses und warum es wichtig ist, das Team mit an Bord zu holen.

Franz Jenewein, Bildungsinstitut Grillhof. Foto: Land Tirol, Medienzentrum

Herr Jenewein, der Grillhof ist 2017 dem Klimabündnis-Netzwerk beigetreten. Was hat sich seitdem getan?

Wir haben uns vor allem das Thema Beschaffung vorgenommen: Von umweltfreundlichen Reinigungsmitteln bis hin zur nachhaltigen Verpflegung für unsere Gäste. Dank unseres engagierten Küchenchefs fließt nun viel Zeit in die Recherche und Erprobung von regionalen Produkten, zum Beispiel Milchprodukte aus Aldrans, Gemüse aus Thaur oder Kartoffel vom Bauern ums Eck. Auch beim Kaffee und Tee haben wir umgestellt, auf Fairtrade beziehungsweise Bio-Qualität.

Wie schaffen sie es, dass diese Neuerungen auch bei den Gästen ankommen?

Als Klimabündnis-Betrieb nehmen wir unsere Vorbildrolle sehr ernst und versuchen unsere Nachhaltigkeitsbemühungen sichtbar zu machen. Das funktioniert schon durch Kleinigkeiten, wie eine Infotafel über Zutaten und deren Herkunft am Buffet. Oder unser Bildschirm im Eingangsbereich, der die Stromerzeugung der Photovoltaik-Anlage anzeigt.

Und was halten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter davon?

Ich habe das Glück, dass am Grillhof viele engagierte Menschen arbeiten, denen das Thema am Herzen liegt. Nehmen wir zum Beispiel unseren Garten: Hier setzen wir auf Pflanzen in Bio-Qualität – Kräuter, Salate, Beeren, Obst und Blumen für die Deko. Das ganze Team kümmert sich um die Pflege und Nutzung dieser Lebensmittel und schafft damit einen tollen Mehrwert beim Verpflegungsangebot. Wenn ein Gast sieht, wie der Bio-Rucola geerntet wird, der später auf seinem Teller landet, ist das eine schöne Art der Bewusstseinsbildung.

In Punkto Energie ist der Grillhof schon seit vielen Jahren Vorreiter. Wo liegt der Fokus momentan?

Unsere Photovoltaikanlage war eine gute Investition. Dank unserer sonnigen Lage können wir damit 20 % unseres Strombedarfs abdecken. Auf Anfrage einiger Gäste haben wir kürzlich eine Ladestation für E-Autos eingerichtet.

Welche Herausforderungen bringt die Zukunft?

Durch unsere etwas abgeschiedene Lage ist unser größtes Sorgenkind nach wie vor die Mobilität – wie können die Gäste umweltfreundlich zum Grillhof kommen? Einige unserer Veranstalter bieten Shuttledienste an, das ist toll. Zukünftig wollen wir noch mehr auf Fahrgemeinschaften setzen, zum Beispiel durch die Nutzung einer Mitfahrbörse.

Vielen Dank für das Gespräch!

Veranstaltungstipp

für interessierte SeniorInnen: „Advent am Grillhof“ von 8. – 11. Dezember

Erfahren Sie unter anderem spannende Inputs vom Klimabündnis rund um die Themen Mobilität, Energie, Ernährung und Fairtrade.

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