Pendeln wir
zu oft allein
im Auto?

Mit dem Projekt NetWorkMob führten zwölf Pilotbetriebe den BMM Check Light durch. Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Self Assessment.

Wie kommen Tirols Arbeitnehmer:innen
eigentlich zur Arbeit?

Dieser Frage geht das Projekt NetWorkMob gemeinsam mit zwölf Pilot-Arbeitgebern in der Region Innsbruck-Land nach. Die ersten Ergebnisse geben spannende Einblicke in das Mobilitätsverhalten von rund 14.000 Beschäftigten.

Die wichtigste Erkenntnis: Das Auto bleibt für die meisten die erste Wahl. 67 Prozent der Arbeitswege werden mit dem Pkw zurückgelegt. Der öffentliche Verkehr kommt auf 16 Prozent, das Fahrrad auf 9 Prozent und 7 Prozent der Beschäftigten gehen zu Fuß zur Arbeit. Fahrgemeinschaften spielen mit weniger als einem Prozent derzeit kaum eine Rolle.

Wie wir zur Arbeit pendeln, hat eine große Bedeutung für das Klima. Rund zwei Drittel der mobilitätsbedingten Treibhausgasemissionen entstehen durch die täglichen Arbeitswege der Mitarbeitenden. Im Durchschnitt verursacht die Mobilität eines Mitarbeitenden 1,81 Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr. Das entspricht ungefähr 17.000 Kilometern mit dem Auto.

Nachhaltige Mobilität zahlt sich auch für Arbeitgeber aus: Wer Alternativen zum Auto fördert, kann Parkplatzbedarf und damit verbundene Kosten reduzieren. Mobilitätsangebote erleichtern Mitarbeitenden den Arbeitsweg und machen Unternehmen als Arbeitgeber attraktiver. Gleichzeitig leisten Betriebe einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz.

Viele Angebote sind vorhanden

Die teilnehmenden Arbeitgeber bieten bereits zahlreiche Mobilitätsmaßnahmen an. Fast überall gibt es flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Jobtickets, Bikeleasing, Sensibilisierungsmaßnahmen, Duschen und Fahrradabstellanlagen.

Etwa die Hälfte der Unternehmen stellt zusätzlich E-Ladestationen, E-Bike-Lademöglichkeiten oder eine Mitfahrbörse bereit. Andere Maßnahmen wie Fahrradservicestationen, Belohnungssysteme, Carsharing, Schichtbusse oder Last-Mile-Lösungen sind bisher noch selten.

Die große Herausforderung: Nutzung statt Angebot

Obwohl viele Angebote vorhanden sind, werden sie oft nur von einem kleinen Teil der Belegschaft genutzt. Am meisten nutzen Mitarbeitende flexible Arbeitszeiten und Homeoffice, gefolgt von Jobtickets, Bikeleasing und Fahrradabstellanlagen. Gleichzeitig wünschen sich viele Beschäftigte zusätzliche Angebote wie Mitfahrbörsen, Jobtickets und Belohnungssysteme für umweltfreundliches Pendeln.

Warum fällt die Veränderung so schwer?

Einerseits sind Mobilitätsgewohnheiten oft über Jahre gewachsen. Andererseits können Unternehmen viele Rahmenbedingungen nur begrenzt beeinflussen. Die Qualität des öffentlichen Verkehrs, fehlende Lösungen für die „letzte Meile“ oder winterliche Wetterbedingungen wirken sich direkt auf die Verkehrsmittelwahl aus. Besonders außerhalb der Städte bleiben viele nachhaltige Alternativen noch unattraktiv.

Ein weiteres Ergebnis aus dem Projekt: Für erfolgreiche Lösungen braucht es eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern, Verwaltung und Mobilitätsdienstleistern.

Du möchtest wissen, wie mobil dein Unternehmen wirklich ist?

Der erste Schritt ist eine gute Datengrundlage. Nur wer weiß, wie die eigene Belegschaft unterwegs ist, kann gezielt Maßnahmen setzen und Potenziale erkennen.

Nutze unseren kostenlosen BMM Check Light oder melde dich direkt bei NetWorkMob. So erfährst du, wo die größten Hebel für nachhaltige Mobilität in deinem Unternehmen liegen und wie du dein betriebliches Mobilitätsmanagement auf das nächste Level bringst.

 

Übrigens: Das Interreg-Projekt NetWorkMob ist grenzüberschreitend. Auch die Pilotbetriebe in Südtirol haben den BMM Check Light durchgeführt – ihre Ergebnisse findest du hier.

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