Gemeinsamer Prozess von sechs Schulen

Die Akteur:innen des Klimabündnis-Beitritts bei der Übergabe der Urkunden

Stanzertaler Schulverbund tritt dem Klimabündnis Tirol bei

Mit dem Beitritt von fünf Volksschulen und einer Mittelschule zum Klimabündnis Tirol setzt das Stanzertal ein starkes Zeichen für Klimaschutz und Klimawandelanpassung im Bildungsbereich. Erstmals wurde dabei ein gesamter Schulverbund gemeinsam in das europaweit größte Netzwerk für kommunalen Klimaschutz aufgenommen.

Initiiert wurde der Prozess von der KLAR! Arlberg Stanzertal und in enger Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis Tirol entwickelt und begleitet.
Die Akteur:innen des Klimabündnis-Beitritts bei der Übergabe der Urkunden
Prozessbegleiterin Johanna Nagiller von Klimabündnis Tirol, Direktor:innen des Schulverbunds Stanzertal, Gerhard Eichhorn (TVB), die Bürgermeister, Landesrat René Zumtobel, Klimabündnisgeschäftsführer Andrä Stigger und die Initiatorin KLAR!-Managerin Michaela Gasser-Mark bei der Urkundenübergabe

Mehrmonatiger Workshopprozess

In einem mehrmonatigen Workshopprozess analysierten alle Schulen aus dem Schulverbund des Stanzertals – Flirsch, Schnann, Pettneu am Arlberg, St. Jakob und St. Anton am Arlberg – ihren Status quo, entwickelten Klimaziele und erarbeiteten konkrete Maßnahmen für ihre Standorte.

Ein besonderer Meilenstein: Die erarbeiteten Schwerpunkte wurden in den jeweiligen Schulentwicklungsplänen verankert – ein Schritt, der in dieser Form erstmals gelungen ist und von der Bildungsdirektion ausdrücklich begrüßt wurde. Damit werden Klimaschutz und Klimawandelanpassung langfristig im Schulalltag verankert.

Bunte Ideen-Palette

Ein zentrales Element des Projekts war die enge Zusammenarbeit der Schulen untereinander. Gemeinsam wurde ein aufbauendes Bildungskonzept entwickelt, in dem Klima- und Energiethemen über die Schulstufen hinweg behandelt und in der Mittelschule vertieft werden. Die frisch gebackenen Klimabündnis-Schulen sprühen vor Ideen: Von Müllsammelaktionen über Radworkshops bis hin zu kreativen Upcycling-Projekten reicht die bunte Palette an geplanten Aktivitäten.

Darüber hinaus profitieren die Schulen künftig von einem breiten Bildungsangebot: Das Klimabündnis Tirol bietet Workshops zu unterschiedlichen Klimaschutzthemen an, die Energieagentur Tirol ergänzt diese mit Bildungsangeboten rund um Energie. Die KLAR! Arlberg Stanzertal unterstützt die Schulen zusätzlich mit Exkursionen und regionalen Lernformaten.

Feierliche Aufnahme im WellCom in St. Anton am Arlberg

 

Die feierliche Aufnahme in das Klimabündnis wurde im Rahmen einer Veranstaltung im WellCom in St. Anton am Arlberg sichtbar gemacht. Alle sechs Schulen gestalteten das Programm mit kreativen Beiträgen aktiv mit – von Liedern, Theaterstücken und Tänzen bis hin zu Projektpräsentationen und Poetry-Beiträgen.

 

Landesrat Rene Zumtobel, zuständig für Klimaschutz und Klimawandelanpassung sowie Obmann des Klimabündnisses Tirol, betont:

Gerade im Bildungsbereich liegt großes Potenzial, Klimaschutz und Klimawandelanpassung nachhaltig zu verankern und für die Kinder und Jugendlichen von heute werden achtsamer Umgang mit Ressourcen immer selbstverständlicher. Die Schulen im Stanzertal zeigen eindrucksvoll, wie engagiert und zukunftsorientiert dieser Weg gemeinsam und stark im Verbund gestaltet werden kann.

Mit der KLAR! Arlberg Stanzertal ist es gelungen, nach den Tourismusbetrieben nun auch die Schulen der Region in einen gemeinsamen Prozess einzubinden. Der Beitritt zum Klimabündnis zeigt, wie stark unsere Region zusammenarbeitet und Verantwortung für die Zukunft übernimmt.

Bürgermeister Helmut Mall

 

Auch Andrä Stigger, Geschäftsführer des Klimabündnis Tirol, hebt die Bedeutung der Initiative hervor:

Die KLAR! Arlberg Stanzertal leistet wertvolle Arbeit, indem sie regionale Akteurinnen und Akteure zusammenbringt und die Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis stärkt. Solche Initiativen helfen dabei, Klimaschutz langfristig in den Regionen zu verankern und unser Netzwerk in Tirol weiter auszubauen.

 

Auch aus Sicht der Schulen wird der gemeinsame Prozess als großer Gewinn gesehen:

Der gemeinsame Workshopprozess wurde von den Schulen als zielorientiert erlebt. Der Austausch zwischen den Schulen war wertvoll. Dadurch konnten verschiedene Themenbereiche für die unterschiedlichen Jahrgangsstufen von Volksschule und Mittelschule entwickelt werden.

Schulleiterin Albertine Zangerl (VS Flirsch und Schnann)

Der Beitritt zum Klimabündnis eröffnet den Schulen die Möglichkeit, Teil eines starken Netzwerks zu sein, voneinander zu lernen und kontinuierlich an ihren Klimazielen weiterzuarbeiten. Damit leisten sie nicht nur einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz, sondern stärken auch nachhaltig den Lebensraum in der Region.

Mit
Tänzen, Liedern, Videos und Präsentationen riefen
die Volksschulen Flirsch, Schnann, Pettneu, St. Jakob
und St. Anton sowie die Mittelschule St. Anton
am Arlberg zum Klimaschutz auf

„Unsere Zukunft beginnt jetzt“

Die Schueler:innen der Mittelschule St. Anton am Arlberg

Mittelschule St. Anton am Arlberg

Schüler:innen der Mittelschule St. Anton am Arlberg sangen, tanzten und spielten Theater.
Schüer:innen der Volksschule St. Anton am Arlberg singen den Klimasong auf einer Bühne, im Hintergrund der Text des Liedes

Volksschule St. Anton am Arlberg

Schüler:innen der Volksschule St. Anton am Arlberg gaben den „Klimasong“ zum Besten.
Kinder der Volksschule Pettneu singen auf einer Bühne

Volksschule Pettneu

Kinder der Volksschule Pettneu sangen das Lied „Mein Planet“

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Irene Milewski